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Neues Portal zur subjektiven Sicherheit von Radwegen

Datum 25.7.2022

Das neue Webportal radwege-check.de zeigt auf, wie Radinfrastruktur aussehen muss, damit sie subjektiv als sicher empfunden wird. Das Portal erlaubt es Planenden und allen anderen Interessierten, mehr als 1.700 verschiedene Führungsformen für Radinfrastruktur zu vergleichen. Die Daten dahinter sind das Ergebnis einer Online-Befragung von rund 22.000 Teilnehmenden mit mehr als 400.000 Bewertungen.

Computer-generierte Verkehrsszene mit einem von der in der linken Bildhälfte sichtbaren Straße durch einen hohen Bordstein getrennten Radweg. In der Umgebung sind Gebäude skizziert. Rechts stehen Menschen an Cafétischen. RVA-Führungsform mit Bewertung aus radwege-check.de
83 Prozent der Befragten fühlen sich auf diesem Radweg sicher. Welche Variante könnte noch besser sein?

Einladende und als sicher empfundene Radwege sind das Ziel vieler Städte, um Menschen vom Auto auf das Fahrrad zu locken. Aufgrund der Subjektivität dieses Sicherheitsempfindens ist aber unklar, wie diese Infrastruktur aussehen muss.

Der Radwege-Check gibt detaillierte Antworten auf diese Fragen. Verkehrsplanerinnen und -planer, Verwaltungen und alle anderen Interessierten können nun ihre Planungen oder auch bestehende Radinfrastruktur in der Online-Datenbank unter radwege-check.de überprüfen. Dort stehen 1.779 verschiedene Führungsformen für Radinfrastruktur mit Filtermöglichkeit zur Auswahl.

Screenshot der Webseite radwege-check.de. Im Mittelpunkt sind mehrere Computer-generierte Verkehrsszenen zu sehen. Links und rechts befinden sich Tabellen mit Daten und Informationen zur ausgewählten Szene. Screenshot aus radwege-check.de: schmale RVA-Führungsform im Seitenraum
Screenshot der Ansicht einer Radverkehrsanlage auf radwege-check.de

In dem Online-Tool lassen sich die Führungsformen nach zahlreichen Merkmalen filtern. Diese Merkmale umfassen z. B. die Führung im Seitenraum oder auf der Fahrbahn, Kfz-Parkmöglichkeiten oder Markierungsarten und bauliche Trennungen. Favoriten in der Ergebnisliste lassen sich markieren, vergleichen und für die Kommunikation nutzen, beispielsweise in der Planung oder für die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern. Neben der Perspektive der Radfahrenden ist bei vielen Varianten auch die Bewertung aus Fuß- oder Autoperspektive verfügbar.

Das BMDV hat den von FixMyCity entwickelten Radwege-Check im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans gefördert.